Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. S√§mtliche Aufgaben erfolgen unter dem Vorbehalt der Selbstbelieferung, wobei wir f√ľr die sorgf√§ltige Auswahl unserer Lieferanten einstehen. M√ľndliche Nebenabreden bed√ľrfen der schriftlichen Best√§tigung. F√ľr alle Verlegeleistungen gilt die Verdingungsordnung f√ľr Bauleistungen (VOB). Die Leistungen entsprechen den f√ľr unsere Arbeiten geltenden Allgemeinen Technischen Vorschriften (ATV), soweit nicht nachstehend und/oder sonstige besondere Vereinbarungen getroffen werden. Auf ausdr√ľcklichen Wunsch sind wir bereit, den Text der genannten Bestimmungen zur Kenntnisnahme zur Verf√ľgung zu stellen.

2. H√∂here Gewalt und unvorhersehbare, unabwendbare und schwerwiegende Betriebsst√∂rungen verl√§ngern die Lieferfrist um die Dauer der Verz√∂gerung. √úber den Eintritt einer solchen Verz√∂gerung wird der Lieferant den Besteller unverz√ľglich unterrichten. Dauert die Verz√∂gerung unangemessen lange, so kann jeder Vertragsteil ohne Ersatzleistung vom Vertrag zur√ľcktreten.

3. Bei Parkett liefert der Auftragnehmer zur besseren Holzausnutzung und entsprechend dem Vorrat die Dimensionen nach DIN. Bei Verlegeauftr√§gen ist es Sache des Auftraggebers, die Unterb√∂den in einem normgerechten Zustand zur Verf√ľgung zu stellen. Insbesondere m√ľssen die Unterb√∂den trocken und eben sein. √úber den Rahmen der DIN hinausgehende erforderliche Vorbereitungsma√ünahmen werden als zus√§tzliche Leistungen berechnet.

4. Die Gew√§hrleistung wird nach VOB √ľbernommen. Wir √ľbernehmen die Gew√§hr, dass unsere Leistung zur Zeit der Abnahme die vertraglich zugesicherten Eigenschaften hat, den anerkannten Regeln der Technik entspricht und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gew√∂hnlichen oder dem nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern. F√ľr grobe Fahrl√§ssigkeit und Vorsatz, auch unserer Erf√ľllungsgehilfen, haften wir stets, jedoch nicht dar√ľber hinaus. F√ľr Sch√§den, die darauf zur√ľckzuf√ľhren sind, dass der Boden nicht entsprechend der √ľberreichten Pflegeanweisung behandelt wurde, kann keine Gew√§hrleistung √ľbernommen werden.

F√ľr das Aufma√ü gilt Rohbauma√ü entsprechend den DIN- Vorschriften. Wird au√üerhalb √ľblicher Arbeitszeit Leistung verlangt, bedingt dies zus√§tzliche Zahlung der Lohnzuschl√§ge.

5. Preise:

Die Preise verstehen sich grunds√§tzlich, wenn nicht anderes vereinbart, ausschlie√ülich Transport- und Fahrtkosten zur Baustelle. Bei der Anlieferung wird vorausgesetzt, dass das Fahrzeug unmittelbar an das Bauobjekt fahren und abladen kann. Mehrkosten, verursacht durch weitere Transportwege oder wegen erschwerter Anfuhr vom Fahrzeug zur Baustelle, werden gesondert berechnet. F√ľr Transporte √ľber das 2. Stockwerk hinaus sind mechanische Transportmittel bauseitig bereitzustellen.

Treppen m√ľssen passierbar sein. Strom f√ľr Verlege- und Schleifarbeiten ist bauseits kostenlos zu liefern. (Wechselstrom 230 V 16 A tr√§ge). Die zu bearbeitenden Fl√§chen m√ľssen frei sein. Wird die Ausf√ľhrung unserer Arbeiten behindert, so werden die entstehenden Kosten (z.B. Arbeitszeit und Fahrgeld) in Rechnung gestellt.

Skontoabz√ľge sind unzul√§ssig. Falls nicht ausdr√ľcklich schriftlich etwas anderes vereinbart wird, sind die Rechnungsbetr√§ge f√ľr Materialien bei der Anlieferung oder Abholung zu zahlen. F√ľr Verlegearbeiten sind Abschlagszahlungen in H√∂he der jeweils nachgewiesenen vertragsgem√§√üen Leistungen zu entrichten. Bei Zahlungsverzug gelangen Verzugszinsen in H√∂he von 2% √ľber dem Bundesbankdiskontsatz vom Tage der F√§lligkeit an zur Berechnung. Der Nachweis eines h√∂heren Schadens bleibt uns, der Nachweis eines geringeren Schadens dem Auftraggeber vorbehalten.

6. Wesentliche Verschlechterungen in der Kreditw√ľrdigkeit des Auftraggebers berechtigen uns, Vorauszahlungen bzw. Sicherheitsleistungen zu verlangen. Falls die K√§ufer bzw. Auftraggeber dieses nicht erbringen, sind wir berechtigt, unter Ablehnungsandrohung eine Nachfrist zu setzen und nach deren Ablauf vom Vertrage zur√ľckzutreten oder Schadensersatz wegen Nichterf√ľllung zu verlangen.

7. Bei Meinungsverschiedenheiten sind nur Sachverst√§ndige zur Beurteilung von Material-, Verlege- und Montagem√§ngeln zugelassen, die von einer Handwerkskammer im Bundesgebiet f√ľr dieses Handwerk √∂ffentlich bestellt sind. Sollte sich nach Pr√ľfung herausstellen, dass unberechtigte Beanstandungen vorgebracht wurden hat der Auftraggeber die verursachten Kosten zu zahlen.
Außergerichtliche Streitbeilegung mittels Mediation/Schlichtung ist ausgeschlossen.

8. Eigentumsvorbehalt:

Wir behalten uns bis zur vollen Bezahlung unserer Rechnung das Eigentum an der gelieferten Ware vor. Geht das Eigentum kraft Gesetzes unter, tritt der Auftraggeber schon jetzt seinen k√ľnftigen Anspruch gegen den Eigentumserwerber in H√∂he der noch offenen Forderungen an uns ab. Der K√§ufer ist verpflichtet, im Falle der Pf√§ndung auf unseren Eigentumsvorbehalt aufmerksam zu machen und uns unverz√ľglich von einer Pf√§ndung zu benachrichtigen. Ger√§t der Auftraggeber in Zahlungsverzug so k√∂nnen wir die R√ľckgabe des nicht verarbeiteten Materials verlangen.

9. Als Erf√ľllungsort und Gerichtsstand ist der Sitz des Auftragnehmers vereinbart.

10. Schadenersatzanspr√ľche nach dem Produkthaftungsgesetz bleiben unber√ľhrt.

11. Wir weisen Ausdr√ľcklich darauf hin, dass f√ľr gestellte Materialien keinerlei Gew√§hrleistung √ľbernommen werden kann.

12. Wahrnehmung der Hinweispflicht (Bedenkenanmeldung).
Vor den Schleifarbeiten √ľberpr√ľfen wir die Festigkeit des Altbodens. Es besteht die M√∂glichkeit, dass sich w√§hrend des Schleifens der Altboden vom Untergrund l√∂st. Ein Grund daf√ľr kann die fehlende Festigkeit des Altklebers mit dem Parkett oder Unterboden sein. Dieses l√§sst sich durch Auftragnehmer nicht vollst√§ndig pr√ľfen. Sollte es zu Abl√∂sungen des Oberbelags kommen, ist dies kein Reklamationsgrund. In der Vergangenheit kam es bei Mehrschichtparkett nachweislich h√§ufiger zu Problemen, welche ihre Ursache in der Verklebung bzw. der Verpressung der Decklamellen hat. Bei neueren Untersuchung wurde festgestellt, dass insbesondere ab dem Jahr 1995 Mehrschichtelemente gefertigt wurden, bei denen der Kleber wegen einer unzureichenden Chemikalienbest√§ndigkeit zwischen der Tr√§gerschicht und den Decklamellen nicht ausreichend haftet. Diese Tatsache kann bei erh√∂hter Belastung durch das Abschleifen zu einer Abl√∂sung der Decklamellen f√ľhren. Durch die im Jahresverlauf wechselnde Holzfeuchte entstehen st√§ndig Spannungen zwischen Decklamelle und Mittel/Gegenzulage, die hohe Anforderungen an die Verklebung stellen.

Kommt es nun bei der Sanierung zu zus√§tzlichen Belastungen in Form von Quelldruck oder zur Spannung des Lackfilms kann es zu einer teilweisen oder v√∂lligen Abl√∂sung der Decklamellen kommen, was zu einem Totalschaden bzw. nicht reparablen Zustand f√ľhren kann. Hochstehende Ecken und Kanten, konkave Sch√ľsselungen oder lose liegende Decklamellen sind die Folge. Bevor Sie uns den Auftrag erteilen, weisen wir Sie auf diesen Sachverhalt und die damit verbundenen Risiken hin. F√ľr Sch√§den, die hieraus resultieren, √ľbernehmen wir keine Gew√§hrleistung.

Axel Gudat, Parkett & Fußbodentechnik,

Köln, 21.01.2017